WASRAinklusiv eröffnet das Lebensgefühl „Wasser“: Ein Sprung ins kalte Becken

Die Schwimmbäder öffnen in wenigen Tagen wieder ihre Pforten. Erschreckend hoch ist die zunehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen, die nie Schwimmen gelernt haben, begleiten seit einigen Jahren die Diskussion. Insbesondere Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien sind davon betroffen.

Ein Verein, der sich gegen diesen Trend stellt und das Problem mit einem umfassenden Konzept angeht, sind die „Berliner Wasserratten“. Mit dem inklusiven wie integrativen Konzept WASRAInklusiv hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und/oder Migrationshintergrund  ans Schwimmen heranzuführen.

„Mit WASRAinklusiv“ sollen gerade Kinder, die aus ärmeren Familien kommen, Übergewicht oder eine Behinderung haben das Schwimmen für sich entdecken. Ziel ist es eine gute Schwimmausbildung und den Spaß am Schwimmsport Kindern aller Bevölkerungsschichten zu ermöglichen, so Dietmar Kersten vom Verein „Berliner Wasserratten“.

Die Zielgruppe erreicht der Verein über das Angebot eines Schwimmunterrichts in ca. 30 Berliner Kindertagesstätten und durch die gezielte Ansprache von Vorschulen. Diese liegen in Berliner Bezirken, in denen viele sozial schwächere Familien wohnen.

Der Verein stellt nicht nur Know-how in Sachen Schwimmen zur Verfügung, sondern sieht sich auch als Berater der Eltern, was zum Beispiel die finanzielle Unterstützung des Vorhabens durch Ärzte oder Krankenkassen angeht. Auch bei Fragen zu Zuschüssen durch die Jobcenter steht der Verein mit Rat und Tat zur Seite.

Ein schöner Erfolg für den Verein und die Kinder: viele Kinder verbleiben nach erfolgreicher Schwimmausbildung im Verein und werden in das normale Schwimmangebot des Vereins integriert. Somit funktioniert, was sich der Verein vorgenommen hat: den Kindern das Lebensgefühl „Wasser“ nachhaltig zu vermitteln und soziale Barrieren über den Sport in den Hintergrund zu drängen.

Das Stichwort für die erfolgreiche Arbeit des Vereins ist „Vernetzung“. WASRAinklusiv kooperiert mit anderen Vereinen, mit dem Behinderten-Sportverband, Kindertagesstätten, Vorschulen und mit öffentlichen Institutionen.

Die Kapazitäts-Grenzen des Vereins sind indes erreicht. Es schwimmen über 650 Mitglieder, davon 70% Kinder und Jugendliche, im Verein. Umso wichtiger ist es, dass andere Vereine eine ähnliche Initiative ergreifen, um vielen Kindern und ihren Familien eine neue Lebensqualität über das Lebensgefühl „Wasser“ zu ermöglichen.

Bei den Berliner Wasserratten hat die inklusive Arbeit inzwischen einen so hohen Stellenwert eingenommen, dass Inklusion als Vereinszweck in die Satzung aufgenommen wurde.

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