Inklusion im und durch Sport – Wichtiges Thema in Hamburg

Hamburgs Sportlandschaft wird zunehmend inklusiv. Es gibt aber auch noch viele Hürden für Menschen mit einer Behinderung. Der Hamburger Sportbund (HSB), die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG), der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) und der Verein Barrierefrei Leben haben vor diesem Hintergrund eine engere Zusammenarbeit vereinbart, um gemeinsam das Bewusstsein für Inklusion im und durch Sport weiter zu stärken.

Vier Menschen sitzen nebeneinander auf einer Bank in einer Sporthalle. Sie tragen eine blickdichte Brille und einen Kopfschutz. Eine Person hält einen Fußball in der Hand. Sie haben Trikots des FC St. Pauli an.
Quelle: Witters Sportfotografie

Gemeinsame Ziele, die durch regelhaften Austausch auch mit den Behörden erreicht werden sollen, sind u.a. die Sensibilisierung für inklusives Sporttreiben im Breitensport und dessen Förderung in der Gesellschaft sowie die Steigerung des Bekanntheitsgrades des Kompetenzzentrums für ein barrierefreies Hamburg im organisierten Sport. Auch die Steigerung des Bekanntheitsgrades des HSB als Impulsgeber für Inklusion und Sport bei den Trägern des Kompetenzzentrums und die politische Lobbyarbeit hinsichtlich der Förderung von Barrierefreiheit auf kommunikativer Ebene, wie z.B. Dokumente in Leichter Sprache, Gebärdensprachdolmetscher*innen bei Veranstaltungen, etc. sollen verstärkt angegangen werden.

Ralph Lehnert, HSB-Vorstand: „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Trägern des Kompetenzzentrums nun noch stärker für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen, aber vor allem im Sport, eintreten zu können.“

Karola Sechtin, Geschäftsführerin der Hamburger LAG für Behinderte Menschen: „Um die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, müssen auch die Kommunikations- und Informationsbarrieren abgebaut werden. Deshalb setzen wir uns unter anderem für eine umfangreiche Förderung von Dolmetscher*innen für Gebärdensprache, Schrift und Leichte Sprache ein.“

Heike Clauss, Geschäftsführerin von Barrierefrei Leben: „Um Inklusion zu leben, bedarf es Entschlossenheit und Teamgeist. Es gilt, Barrieren im Kopf abzubauen. Wem sollte das besser gelingen als Sportler*innen?“

Heiko Kunert, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg: „Die Teilhabe behinderter Menschen zu stärken und ihre Unabhängigkeit zu gewährleisten, ist notwendig und zeitgemäß. Durch das Zusammenwirken aller Beteiligten kann eine optimale Förderung von Teilhabe in dem wichtigen Bereich Sport vorangebracht werden. Gerade durch die selbstverständliche Teilnahme von Menschen mit Behinderung am Vereins- und Freizeitsport wird die Inklusion gefördert. Aus diesem Grunde freuen wir uns besonders über diese Zusammenarbeit.“

Ewa Astapczyk, Sport-Inklusionsmanagerin im HSB: „Eine der Kernforderungen, die es nun durch- und umzusetzen gilt, ist der Ausbau von barrierefreien Sportstätten, insbesondere hinsichtlich der Bedarfe z.B. im Rehasport oder bei inklusiven Sportgruppen.“

Über den Hamburger Sportbund
Der Hamburger Sportbund (HSB), ist der freiwillige Zusammenschluss der Sportvereine und -verbände in Hamburg und die größte Community der Stadt. Für die Hamburger Sportvereine und -verbände und deren Mitglieder ist er kompetenter, offener und verlässlicher Ansprechpartner, Berater und Impulsgeber. Der HSB strebt danach, seine Mitglieder optimal bei der Erreichung ihrer sportlichen und gesellschaftlichen Ziele zu unterstützen und gegenüber der Politik und anderen Akteuren in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu vertreten.

Für Inklusion setzt sich der HSB bereits seit den 90er Jahren ein. Mit dem Positionspapier zu Inklusion und Sport in 2013, das gemeinsam mit den Behindertensportorganisationen (BRSH, SOHH, DRS, HGSV) in Hamburg erstellt wurde, fordert er einen gleichberechtigten Zugang zum Sport und sensibilisiert und fördert eine Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Sport im Sportverein.

Über das Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg
Im Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg arbeiten Architekt*innen, Ingenieur*innen und Beratende für barrierefreie Information und Kommunikation fachübergreifend zusammen. Das Team berät ganzheitlich zur Umsetzung gesetzlich vorgeschriebener Barrierefreiheit. Es ist Ansprechpartner für Behörden, Verkehrsbetriebe, Bauherr*innen, Planende, Architekt*innen, Webagenturen und Programmierende, aber auch für Vereine, Verbände und die Privatwirtschaft. Das Kompetenzzentrum empfiehlt Lösungen, weist auf Probleme hin und zeigt Handlungsbedarf auf. Dabei hat es die erfahrungsbasierte Perspektive von Menschen mit Behinderungen immer im Blick.

Träger des Kompetenzzentrums sind die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen, der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg und der Verein Barrierefrei Leben. Grundlage des Kompetenzzentrums sind der Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft vom 20.12.2017 und die finanzielle Förderung durch die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.

(Quelle: Hamburger Sportbund)


  • Vier Menschen sitzen nebeneinander auf einer Bank in einer Sporthalle. Sie tragen eine blickdichte Brille und einen Kopfschutz. Eine Person hält einen Fußball in der Hand. Sie haben Trikots des FC St. Pauli an.
    Vier Menschen sitzen nebeneinander auf einer Bank in einer Sporthalle. Sie tragen eine blickdichte Brille und einen Kopfschutz. Eine Person hält einen Fußball in der Hand. Sie haben Trikots des FC St. Pauli an.

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