DOSB-Inklusionskongress

"Mit Inklusion gewinnen!" Menschen mit und ohne Behinderungen bewegen Sportdeutschland

Beim Inklusionskongress des DOSB am 15. und 16. April 2016in Frankfurt am Main wurde deutlich, welch große Potenziale das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung besitzt.

Doch es ist noch einiges zu tun, damit alle mitmachen können, keiner ausgeschlossen wird, Unterschiedlichkeit kein Problem ist und Anderssein normal ist. Denn das alles ist Inklusion. Oder auch dies: Die Kunst des Zusammenlebens von sehr verschiedenen Menschen. So beschreibt es Rainer Schmidt, der Moderatot des zweitägigen Kongresses. Er führte er die rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwungvoll und kompetent durch die Veranstaltung, die das vielschichtige Thema von allen Seiten beleuchtete.

Unter der Schirmherrschaft von Verena Bentele, der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, wurden auf dem KOngress in 20 Workshops praxisnah vor allem Möglichkeiten gezeigt, wie sich Inklusion im Sportverein verwirklichen lässt. Außerdem gab es Vernetzungsmöglichkeiten, Raum für Austausch und Diskussionen zu guten Rahmenbedingungen für eine gelungene Inklusion. 

Gefördert wurde der Kongress mit der kostenlosen Teilnahmemöglichkeit durch die Aktion Mensch, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das IOC.

Der DOSB hatte zur Ideenfindung zum Inklusionskongress zum Brainstorming eingeladen und dankt allen daran Beteiligten noch einmal ausdrücklich. Im Detail der Vorbereitung ist der AG-Inklusion (bestehend aus Vertreter/innen der Behindertensportverbände, der DOSB-Verbändegruppen und der dsj) besonders zu danken. 

Foto: Ralf Kuckuck DBS-Akademie
Foto: Ralf Kuckuck DBS-Akademie

Grußworte von Dr. Michael Vesper in Einfacher Sprache

Vortrag von Vizepräsidentin Prof. Gudrun Doll-Tepper

Hier finden Sie Dokumentationen und Impulsvorträge aus einigen Workshops und Diskussionsrunden:

Sportjugend Hessen

Special Olympics

Workshop Barrierefreie Sportveranstaltungen

Workshop Index für Inklusion und Selbstcheck erlebbar machen


Workshop: Kinderturnen inklusiv

Workshop Klettern mit Behinderungen

Workshop Leichte Sprache

Workshop Assistenz (-Varianten) im Sport

Workshop Erste Schritte zu einer inklusiven Verreinsarbeit - Aktion Mensch

Workshop Inklusion im Leistungssport

Befragung: Inklusiver Sport in Leipzig

Workshop Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit mit und über Menschen mit Behinderungen (Link zu Veröffentlichung)

 

Diskussionsrunde zum Thema Räumliche Barrieren

Diskussionsrunde zum Thema Kommunikation und Öffentlichkeitarbeit

Diskussionsrunde zum Thema Kooperationen

Diskussionsrunde zum Thema Qualifizierung

Diskussionsrunde zum Thema Strukturentwicklung

Lesen Sie eine Vorstellung aller Expertinnen und Experten und am Kongress beteiligten Personen! Wir bedanken uns für die Mitwirkung und Gestaltung von "Mit Inklusion gewinnen!"

Hier finden Sie das Programmheft zum DOSB-Inklusionskongress "Mit Inklusion gewinnen!" am 15./16. April 2016 in Frankfurt/Main

 

 

Unsere Ziele

Mit dem Kongress sollten alle, innerhalb und außerhalb des Sports, angesprochen werden, die an Inklusion interessiert sind und Inklusion umsetzen wollen. Insbesondere wollten wir Multiplikatoren/innen in den Sportvereinen und Sportverbänden erreichen, aber ebenso Mitarbeiter/innen in der Behindertenhilfe und weitere in der Inklusion tätigen. Die Vernetzung im Bereich Inklusion sollte somit gefördert werden. Der Kongress sollte gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderung geplant, vorbereitet und umgesetzt werden.

Die Durchführung des Kongresses war ein großer Erfolg: es konnten insgesamt mehr Teilnehmer/innen als geplant erreicht werden. Im Rückmeldebogen erhielt der Kongress von den Teilnehmer/innen sehr gute Noten, im Mittel die (Schul-)Note 1,6. Insbesondere wurde die Vielfalt der angebotenen Workshops, aber auch die gute Stimmung des gemeinschaftlichen Miteinanders gelobt. Viele Teilnehmende konnten Anregungen für ihre weitere Arbeit mitnehmen und fühlten sich durch den Kongress motiviert, sich weiterhin mit dem Thema „Inklusion im und durch Sport“ zu beschäftigen.

 Zusammensetzung der Teilnehmenden

Mit der Zusammensetzung der Teilnehmenden kann der DOSB sehr zufrieden sein. Aufgrund der Räumlichkeiten konnten nicht mehr als 250 Teilnehmer/innen zugelassen werden, obwohl es noch wesentlich mehr Anfragen gab. Noch vor dem Anmeldeschluss musste die Teilnehmerliste geschlossen werden.

Ein Ziel des Kongresses war, insbesondere Teilnehmer/innen mit Behinderungen zu gewinnen. Dementsprechend wurde der Kongressflyer nicht nur im (Behinderten-)Sport, sondern auch bei Behinderten- und Selbsthilfeorganisationen intensiv gestreut. Ergebnis ist, dass 20 Prozent der Teilnehmenden angegeben haben, eine Behinderung zu haben, d.h. dass die Zahl der teilgenommenen Menschen mit Behinderung evtl. noch größer sein kann. Die Verteilung der angegebenen Behinderungen ist dem folgenden Schaubild zu entnehmen.

Anzahl der Personen mit oder ohne Behinderung: Gehörlos/schwer hörgeschädigt: 6 Rollstuhlfahrer/in: 16 Sehbehindert/blind:6 Andere Körperbehinderung: 7 Kognitive Beeinträchtigung: 7 ohne angegebene Behinderung:	212

Ein weiteres Anliegen war, dass nicht nur Vertreter/innen der Sportorganisationen, sondern auch Interessierte aus weiteren Institutionen für eine Teilnahme gewonnen wurden. Auch dies ist gelungen und soll der Auftakt zur intensiven Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen und zur Netzwerkbildung sein.

 

 Anzahl Personen aus: Sportverband 114 Sportverein	14 Behindertenhilfe	27 Wissenschaft	26 Politik	11 Verwaltung/Schule	13 Privatperson	11 Interessenvertretung	10 Sonstige	12

 Die Teilnehmer/innen aus den Sportverbänden bildeten das breite Spektrum der Verbandslandschaft ab.Auch eine bundesweite Verteilung der Teilnehmenden war gegeben, einschließlich zwei Teilnehmenden aus der Schweiz.

Anzahl Personen aus Bundesland: Baden-Württemberg	22 Brandenburg	1 Bayern	16 Schweiz	2 Rheinland-Pfalz	8 Berlin 	23 Sachsen-Anhalt	5 Hamburg 	8 Hessen	85 Saarland	2 Schleswig-Holstein	5 Sachsen	4 Niedersachsen	12 Mecklenburg-Vorpommern	1 Nordrhein-Westfalen	54 Thüringen	5

Zudem war es gelungen, die prominenten Paralympic-Sieger/innen Kirsten Bruhn, Rainer Schmidt und die Schirmherrin der Veranstaltung Verena Bentele zur Teilnahme am Kongress und insbesondere zur Durchführung eines Frühsportangebotes zu gewinnen. Die Beteiligung daran war trotz der frühen Anfangszeit ausgesprochen hoch. 

Begegnungen und Vernetzung

Besonders wichtig war die Ermöglichung von Begegnungen von Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und des unkomplizierten Kontakts von Menschen mit und ohne Behinderungen. Als Rahmen wurde dafür das Inklusionscafé angelegt, das in zwei Sporthallendritteln den ganzen Kongress über zur Verfügung stand. Hier trafen sich die Teilnehmer/innen zum Austausch, zum Entspannen, zum Netzwerken oder auch zum Ausprobieren vielfältiger Bewegungsangebote.

Es gab:

  • Filme mit vielen guten Beispielen gelungener Inklusionsprojekte
  • Sport- und Bewegungsangebote wie z. B. Tischtennisplatten in regulärer Größe und in unterfahrbarer verkleinerter Ausgabe sowie das Angebot, sich mit Paralympic-Sieger Holger Nikelis zu messen
  • Eine Snag-Golf-Aktionsfläche
  • Handbike auf der Trainingsrolle mit Monitor
  • ­Alterssimulations-Anzug
  • ­Hilfsmittelerprobung, z.B. eine Maus, die mit dem Fuß bedient wird
  • Beratungstische/-stände zu Fördermöglichkeiten durch die Aktion Mensch und
  • Materialien zur Inklusion

Dieses Konzept des Inklusionscafés wurde von den Teilnehmenden insgesamt sehr gelobt und sehr gut genutzt.

Das Programm

Am ersten Tag erlebten die Teilnehmer/innen einen abwechslungsreichen Start in den Kongress mit Grußworten, künstlerischen Auftritten und Statements zur Inklusion im und durch Sport. Der Moderator Rainer Schmidt, Pfarrer, Kabarettist und mehrmalige Paralympics-Medaillengewinner, führte die rund 250 Teilnehmer/innen schwungvoll und kompetent durch die Veranstaltung und bezog sie immer wieder mit ein. Der Berliner Musiker Graf Fidi und die Autorin Ninia LaGrande trugen ihre Alltagserfahrungen als Menschen mit Behinderungen selbstbewusst wie selbstironisch vor, als Rap und als Poetry-Slam.

Was der Sport bereits erreicht habe, erläuterte Prof. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsident Bildung und Olympische Erziehung, an zahlreichen Beispielen: aus dem Verband Deutscher Sporttaucher, aus dem Deutschen Fußball-Bund und der Deutschen Fußball Liga, aus dem Deutschen Alpenverein, dem Deutschen Karate-Bund oder der Deutschen Turnerjugend. Seit 2014 ging das Deutsche Sportabzeichen auch auf Inklusionstour. Und im weltgrößten Schulsportwettbewerb trainiert Jugend nicht nur für Olympia, sondern selbstverständlich auch für Paralympics.

In 20 Workshops wurden praxisnah vor allem Möglichkeiten gezeigt, wie sich Inklusion im Sportverein verwirklichen lässt. Sei es in verschiedenen Sportarten wie Boccia und Bergwanderung, Tanzen und Turnen, Klettern oder kleinen Spielen, sei es Wettkampfsport oder auch die Möglichkeit, Handball als Unified Sport zu gestalten, also als gemeinsames Spiel von Sportlern/innen mit und ohne Behinderung. Die mehrmaligen Deutschen Meister im Standardtanz, Andrea Naumann und Jean-Marc Clément, führten in den Rollstuhltanz ein. Hansi Mühlbauer von „Abenteuer Wildnis“ und Anke Hinrichs vom Deutschen Alpenverein zeigten, wie man mit Behinderung auf dem Berg übernachten oder sich an der Kletterwand stärken kann.

Ein Workshop skizzierte gemeinsam mit der Aktion Mensch, einem der Förderer des Kongresses, welche ersten Schritte zu einer inklusiven Vereinsarbeit nötig sind. Andere Arbeitsgruppen diskutierten über die Rolle der Sprache: über die leichte Sprache für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen, aber auch über bestimmte Formulierungen im Alltag und der Öffentlichkeitsarbeit, die wir oft gedankenlos nutzen, die aber anecken. Als gemeinsamer Abschluss der Workshopphase motivierte der Gebärdensprachchor LUKAS 14 zur musikalischen Interpretation der Gebärdensprache.

Das Abendprogramm setzte unter dem Titel „Abend der Inklusion“ vor allem auf vielfältige Begegnungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Formen. Im Inklusionscafé war man bis in den späten Abend hinein in Gespräche vertieft, während nebenan die Band „Blind Foundation“ zum Tanz einlud. Zwischenzeitlich zeigten die „Flying Bananas“ ihre Vorstellungen von Inklusion auf dem Trampolin und es lief der Film „Gold – Du kannst mehr als Du denkst“ mit anschließender Diskussionsrunde mit der Protagonistin Kirsten Bruhn.

Am Samstagmorgen gab es ein prominent besetztes Frühsportangebot, das gut genutzt wurde. Neben einem Sitzgymnastikprogramm von Philip-Baah Opong traten dabei gleich drei Pararlympic-Sieger/innen als Experten in eigener Sache auf: Tischtennis mit Rainer Schmidt, Schwimmen mit Kirsten Bruhn, Joggen mit Verena Bentele.

In fünf Diskussionsrunden zu den Themen

·          Räumliche Barrieren

·          Kommunikative Barrieren

·          Kooperationen

·          Qualifizierung und

·          Strukturentwicklung

wurden notwendige Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion und bereits bestehend best-practice-Beispiele dargestellt und diskutiert. Die Ergebnisse dieser Diskussionsrunden wurden dokumentiert und werden nun in die weiteren strategischen Überlegungen des DOSB einfließen.

Welche Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Inklusion nötig sind und wer was dazu beitragen kann, wurde auf dem DOSB-Kongress auch in einer Podiumsdiskussion mit Teilnehmern/innen aus Wissenschaft, Politik, der Behindertenhilfe und dem Sport deutlich angesprochen. So forderten Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, und Verena Bentele, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung und Schirmherrin des Kongresse, dass das neue Bundes-Teilhabegesetz kommen müsse, um Barrieren abzubauen und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben, und damit auch am Sport, sicher zu stellen. Dr. Volker Anneken stellte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Inklusion dar und Dr. Martin Sowa berichtete von der Umsetzung in der Praxis. Die Verbandssicht des allgemeinen Sports und des Behindertensports brachten DOSB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper und DBS-Kuratoriumsvorsitzende Kirsten Bruhn ein.

Umsetzung der Barrierefreiheit

Besonders erfolgreich war die deutliche Darstellung eines Veranstaltungsprofils, das sich die Umsetzung der Barrierefreiheit und niedrigschwellige Zugänge zum Anspruch gemacht hat. Auch wenn die Sportschule des Landessportbundes Hessen nicht grundsätzlich barrierefrei ist, so wurde mit verschiedenen Maßnahmen die Teilhabe von Menschen mit Behinderung bestmöglich gestaltet. Solche Maßnahmen waren u.a.

  •  Ausreichender Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern/innen (dadurch Wahlmöglichkeiten für verschiedene Workshops)
  • Bereitstellung einer FM-Anlage
  • Zusätzliche Ausschilderung in der Sportschule
  •  Ein barrierefreier Kongressflyer mit Erklärungen in leichter Sprache (barrierefreies pdf)
  • Ein barrierefreies Anmeldeverfahren mit der Abfrage von diversen Unterstützungsbedarf
  • Das Angebot von persönlichen Assistenten/innen für die Begleitung im Kongress (z.B. für die Übersetzung in einfache Sprache, große Zahl von ausgewiesenen Ansprechpersonen, Begleitläufer/innen für das Frühsportangebot für blinde Teilnehmer/innen und Unterstützung bei den Essenszeiten)
  • Die Rede des DOSB-Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Vesper in einfacher Sprache
  • Tipps für mehr Barrierefreiheit in Vorträgen (wurde im Vorfeld an die Referent/innen gesandt)
  • Weitgehende Gestaltung des Hauptvortrages in einfacher Sprache
  • Sitz- und Stehtische im Inklusionscafé
  • Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zum DOSB nach dem Zwei-Sinne-Prinzip (Telefon, Mail, Fax)

Aufgrund des engen finanziellen Rahmens konnten nicht alle technisch möglichen Unterstützungen eingebracht werden, was allerdings im Vorfeld kommuniziert und abgesprochen wurde, so dass auch hier gute Möglichkeiten der Teilhabe geschaffen werden konnten. So war es nicht möglich, alle Materialien in Braille-Schrift zu übersetzen, was durch die Zusendung der vorhandenen Materialien des Kongresses (einschließlich des Speiseplans) im Vorfeld per E-Mail an die blinden Teilnehmer/innen zur Vorbereitung weitgehend kompensiert werden konnte. Auch auf Schriftdolmetscher/innen wurde verzichtet, weil sie in der Anmeldung nicht angefordert wurden, sie waren aber mit Stornierungsmöglichkeiten fest gebucht.

Mit diesem „Vorleben“ eines größtmöglichen barrierefreien Veranstaltungsprofils konnten die Teilnehmenden für bestehende Barrieren sensibilisiert und mögliche Lösungen dargestellt werden. Im Nachgang des Kongresses haben wir auf Bitte des zuständigen Vizepräsidenten des Landessportbundes Hessen eine Bewertung der Barrierefreiheit der Landessportschule vorgenommen und Vorschläge für eine Verbesserung gemacht, die in die Pläne für einen Neubau einfließen sollen.

Zusammenfassung der Auswertung

Wir waren mit der Durchführung und den Ergebnissen des Kongresses sehr zufrieden, da aus unserer Sicht die Zielsetzungen umfassend erreicht werden konnten. Mit den Workshops und dem Rahmenprogramm konnten die Potenziale des Sports zur Umsetzung der Inklusion in einer großen Vielfalt dargestellt und für die Teilnehmer/innen auch sinnlich erlebbar gemacht werden. Insbesondere der enge Theorie-Praxis-Bezug wurde allgemein sehr gelobt und die Möglichkeit, neue Bewegungs- und Sinneserfahrungen ausprobieren zu können und Hintergrundinformationen zu erhalten.

Gelungen ist auch die nachhaltige Begegnung und Vernetzung von wichtigen Akteuren innerhalb und außerhalb des Sports, was zum einen durch die Vielfalt der Teilnehmenden ermöglicht wurde und zum anderen durch die geeigneten Rahmenbedingungen des Inklusionscafés. Es hat sich ausgezahlt, dass beim Kongress von Anfang an den Begegnungsmöglichkeiten eine hohe Priorität in der zeitlichen und räumlichen Planung gegeben wurde. Durch die Vorbereitung und gemeinsame erfolgreiche Umsetzung des Kongresses sind auch die Akteure im DOSB, insbesondere die Vertreter/innen der Behindertensportverbände und der Verbändegruppen noch enger zusammengerückt.

Darüber hinaus konnte der Kongress neue Impulse für die Inklusion im und durch Sport setzen. Eine sehr hohe Zahl der Teilnehmenden hat im Feedbackbogen angegeben, dass sie durch den Kongress sehr motiviert sind, sich weiter mit dem Thema „Inklusion im und durch Sport“ zu beschäftigen. Einige Verbandsvertreter/innen planen eigene Veranstaltungen für die unser Kongress ein Vorbild sein wird. Das wurde insbesondere auch in den Diskussionsrunden am zweiten Kongresstag deutlich, in denen wichtige Impulse zu geeigneten Rahmenbedingungen für eine gelungene Inklusion im Sport gegeben wurden. Diese wird der DOSB nun auswerten und in Ergänzung seines Strategiekonzeptes weiter bearbeiten.

Nachhaltigkeit

Schon jetzt, vier Monate nach der Durchführung des Kongresses, wird deutlich, dass die Durchführung des Kongresses nachhaltige Spuren hinterlassen wird. Es ist gelungen, Multiplikatoren/innen und Funktionsträger/innen im gemeinnützigen Sport für das Thema zu sensibilisieren und Perspektiven für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen aufzuzeigen. Es ist sehr viel selbstverständlicher geworden, in Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Spiele auch immer die Paralympischen Spiele und die daran teilnehmenden Sportler/innen mit zu kommunizieren, ähnliches soll nun auch für die Deaflympics und die Nationalen Spiele von Special Olympics umgesetzt werden. Insbesondere die Bedeutung der Barrierefreiheit ist vielen Multiplikatoren/innen über den Kongress sehr deutlich geworden. So konnte der Kongress bereits nachhaltig Standards zur Gestaltung von barrierefreien Veranstaltungsformaten im DOSB setzen. Dabei werden seitdem bei Veranstaltungen im DOSB mögliche Barrieren in der Veranstaltungsplanung identifiziert und z.B. durch Abfragen von notwendigen Assistenzleistungen und den Bedarf z.B. von Gebärdensprachdolmetschern abgebaut.

Im Nachgang des Kongresses haben DOSB-Mitgliedsorganisationen um Beratung und Erfahrungsaustausch zur weiteren Umsetzung der Inklusion im und durch Sport beim DOSB angefragt. Um die enge Zusammenarbeit mit den DOSB-Mitgliedsorganisationen weiter zu verstärken und auf die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Verbände eingehen zu können, ist für Herbst 2016 eine Befragung aller DOSB-Mitgliedsorganisationen zu ihren Aktivitäten im Themenbereich vorgesehen.

Darüber hinaus sind die Referenten/innen für Inklusion der Landessportbünde an den DOSB herangetreten und haben um eine Tagung zum Erfahrungsaustausch und zur Koordination ihrer Arbeit gebeten, die voraussichtlich im Herbst 2016 stattfinden soll. Da einige dieser Stellen erst neu geschaffen wurden, haben sich die Referenten/innen erstmals beim Kongress kennen gelernt.

Die im Rahmen des Kongresses entstandenen Kontakte werden auch genutzt, um das im Juli 2016 gestartete Projekt „Qualifiziert für die Praxis: Inklusionsmanager/innen für den gemeinnützigen Sport“ zu bewerben und die Einstellung schwerbehinderter Inklusionsmanager/innen in Sportverbänden und –vereinen zu unterstützen.

Insgesamt hat die Zusammenarbeit im Kongress den Verantwortlichen im DOSB und in der AG Inklusion einen großen Motivationsschub für die weitere Arbeit gegeben, die in weitere Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion im und durch Sport münden soll. Die Ergebnisse des Kongresses, insbesondere der Diskussionsrunden zu geeigneten Rahmenbedingungen für Inklusion, werden zurzeit aufbereitet und sollen in die konkreten Planungen eines Projekts „Inklusion bewegt“ einfließen und als Auftakt der weiteren Umsetzung der Inklusion im und durch Sport wirken.

Öffentlichkeitsarbeit

Eher enttäuschend war die Resonanz in der allgemeinen Presse auf lokaler und überregionaler Ebene. Trotz intensiver Arbeit unserer Abteilung Presse/ Öffentlichkeitsarbeit mit gemeinsamer Presseerklärung und spezieller Einladung waren lediglich zwei Pressevertreter/innen anwesend. Dieses Phänomen erleben wir leider zu solchen Themenbereichen immer öfter.

Über die Medien im Sport erfolgte allerdings eine sehr breite Berichterstattung in der DOSB-Presse, auf der Internetseite wie auch in den sozialen Medien. So wurde in der DOSB-Presse der Leitartikel anlässlich des Kongresses in einfacher Sprache erstellt, was insgesamt für eine hohe Aufmerksamkeit sorgte.

Da die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Barrieren in der Kommunikation auch im Kongress angesprochen wurden, führte dies zu einer weiteren Sensibilisierung für Mitarbeiter/innen in diesem Bereich. Die DOSB-Presseabteilung war während des Kongresses gut vertreten und ist mittlerweile für das Thema Inklusion sehr sensibilisiert.

Über das Thema Inklusion im und durch Sport wird weiterhin in der Öffentlichkeitsarbeit des DOSB intensiv berichtet werden.  

  • DOSB-Inklusionskongress-Ralf Kuckuck DBS-Akademie: Laufen mit Verena Bentele
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  • Frühsport: Laufen mit Verena Bentele
  • Podiumsdiskussion Quelle: Ralf Kuckuck DBS-Akademie
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  • DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper zur Kongress-Eröffnung, Foto: Ralf Kuckuck DBS-Akademie
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  • Frühsport mit Verena Bentele, Quelle: Ralf Kuckuck, DBS-Akademie
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