Inklusion im und durch Sport

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist im deutschen Sport ein wichtiges Thema und in einer Vielzahl von Sportangeboten, Aktionen, Konzepten, Maßnahmen und Programmen in den Sportvereinen und Sportverbänden verankert. Einen neuen und grundlegenden Impuls erlangte dieser Prozess mit der Verabschiedung des „Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (UN-Behindertenrechtskonvention) durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, in der die Inklusion als verpflichtend festgeschrieben wurde. Inklusion ist für uns der Anspruch, die selbstbestimmte, gleichberechtigte und gleichwertige Teilnahme und Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderungen im und durch Sport zu ermöglichen. Bewegung, Spiel und Sport sind besonders geeignet das gegenseitige Kennenlernen und Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen zu fördern, den Gedanken der selbstbestimmten, gleichberechtigten Teilhabe im Bewusstsein zu verankern und Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft zu stärken. Sport bringt Menschen in Bewegung, fördert das Miteinander sowie die Mobilität, verbessert körperliches und psychisches Wohlbefinden, stärkt das Selbstbewusstsein und macht vor allem Spaß. In den Sportvereinen und Sportverbänden des DOSB wird Inklusion in einer Vielzahl von Maßnahmen bereits gelebt. Es gilt diese Aktivitäten weiter auszubauen und immer mehr Möglichkeiten für ein gemeinsames Sporttreiben zu schaffen.

Grundsatzpapiere

Das Präsidium des DOSB hat in seinem Arbeitsprogramm für die Jahre 2011 bis 2014 die Inklusion von Menschen mit Behinderung als eines seiner Arbeitsthemen benannt. Mittlerweile wurden bereits einige Maßnahmen in die Wege geleitet, wie das Anfang 2013 gemeinsam mit dem Deutschen Behinderten-Sportverband, dem Deutschen Gehörlosen-Sportverband und Special Olympics Deutschland erstellte Informationspapier über die Hintergründe der UN-Behindertenrechtskonvention.

Mit dem auf der DOSB-Mitgliederversammlung 2013 verabschiedeten Positionspapier des DOSB „Inklusion leben – gemeinsam und gleichberechtigt Sport treiben“ soll die Umsetzung der Inklusion im organisierten Sport weiter vorangebracht werden. Mit diesem Papier werden die Leistungen des organsierten Sports dargestellt, unser Verständnis von Inklusion verdeutlicht und Orientierung für die Sportverbände gegeben. Das DOSB-Inklusionspapier gibt es hier auch in Leichter Sprache.

Seit 2015 liegt das Strategiekonzept des DOSB mit der dazugehörigen Situationsanalyse vor. Die Zielsetzung ist es, künftig mehr Begegnungs- und Wahlmöglichkeiten zu schaffen, die ein gleichwertiges, gleichberechtigtes und auch gemeinsames Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderungen fördern. Im Strategiekonzept sind die Chancen und Risiken, Stärken und Schwächen sowie wichtige Handlungsfelder der Inklusion im und durch Sport festgehalten.

2017 haben die Mitglieder der DOSB AG Inklusion mit Vertreterinnen und Vertretern aller Verbändegruppen, sowie der dsj, dem Deutschen Behinderten-Sportverband, dem Deutschen Gehörlosen-Sportverband und Special Olympics Deutschland unter Leitung von Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper eine Zwischenbilanz zum Strategiekonzept erarbeitet. Diese wurde vom Vorstand des DOSB zustimmend zur Kenntniss genommen.

Um den Stand der Inklusion in den DOSB Mitgliedsorganisationen zu ermitteln, wurden diese 2018 befragt und die Ergebnisse ausgewertet. Dies floss auch in ein Monitoring zur Umsetzung der Inklusion ein, dass 2018 erstmals veröffentlicht wurde und nun zweijährig aktualisiert werden soll.

In der Phase der Erstellung des Bundesteilhabegesetzes hat sich der DOSB gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportverband, dem Deutschen Gehörlosenverband und Speicial Olympics Deutschland, auch in der Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, geäußert und eine gemeinsame Stellungnahme zum Gesetzesentwurf erarbeitet und abgegeben.

Zur weiteren Diskussion und einem vertieftem Verständnis der Begriffe haben wir mit der DSJ die Expertise "Diversität, Inklusion, Integration und Interkulturalität" heraus gegeben.

Ausführliche Informationen zu den Fotomotiven "Auf Augenhöhe" und den Link zum kostenfreien Download der vier Motive finden Sie hier.

Inklusion: Pro bono, Motiv "Klettern"

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